Altmühltour der Bayerischen Einzelpaddler

Am 26. April 2026 fand sich eine Gruppe der Bayerischen Einzelpaddler an der Altmühl in Dollnstein ein, um den Tag auf dem Wasser zwischen Pappenheim und Dollnstein zu verbringen.

Die Altmühl ist einer der bekanntesten und gutmütigsten Flüsse Bayerns, der nordöstlich von Rothenburg ob der Tauber entspringt und nach etwa 227 Kilometern in die Donau mündet. Sein Lauf durch den Naturpark Altmühltal ist geprägt von sanften Hügeln, steilen Jurafelsen und einer artenreichen Flora und Fauna – ideal für eine Paddeltour.

Nach Verteilung auf Autos und Transport der Boote traf man sich an der Einstiegsstelle in Pappenheim. Der Einstieg in Pappenheim ist für Kajaks und Kanus recht hoch gelegen. Dies erschwerte insbesondere das zu Wasser lassen der Boote. Nachdem alle diese erste Hürde geschafft hatten, fand sich eine bunt gemischte Gruppe auf dem Wasser: vom Wildwasser-Kajak über Seekajaks bis hin zu gemütlichen Tourenbooten war alles dabei.

Die erste Etappe führte uns Richtung Zimmern. Schon nach wenigen Paddelschlägen zeigte sich die Fauna des Flusses und erste Sumpfschildkröten sonnten sich auf den im Wasser liegenden Bäumen. Nach der ersten Umtragung am Wehr von Zimmern ging es weiter Richtung Sollnhofen. Der extrem ruhige Charakter auf diesem Stück gestaltete das Paddeln sehr gemütlich. Nach ca. 6 km erreichten wir die Insel mit der Aktivmühle. Hier legten wir eine kurze Pause auf der Campinginsel in Sollnhofen ein, einem Campingplatz an der Aktivmühle.

Der folgende Flussabschnitt gelangte insbesondere durch die 12 Apostel zu Berühmtheit, einer markanten Jura-Steinformation, die wie eine Reihe von Wächtern am Ufer steht. Diese Felsen sind typisch für die Fränkische Alb und entstanden durch Erosion des Juragesteins über Millionen von Jahren.

Von dort war es auch nicht mehr weit zur Hammermühle, einem historischen Ort, der bereits im 16. Jahrhundert als Mühlstandort dokumentiert war. Hier findet sich ebenfalls ein großer Campingplatz; für Paddler interessanter war jedoch die Bootsrutsche am Wehr Hammermühle. Entgegen der Beschilderung findet sich diese nicht in der Mitte des Wehrs, sondern im rechten Drittel des Natursteinwehrs am Flusskilometer 108. Sie bot eine willkommene und spritzige Abwechslung auf dem sonst so gemächlichen Gewässer, insbesondere da die Sonne uns einen sehr warmen Frühlingstag bescherte.

Auch von hier war es nicht weit bis zum nächsten Wehr Hagenacker, das ebenfalls mit einer Bootsrutsche aufwarten konnte. Auch hier befindet sich die Rutsche im rechten Drittel des Wehres.

Von Hagenacker bis Dollnstein waren dann nur mehr ein paar Kilometer und wir schlossen die Tour ab. In Summe war es ein wunderschöner Tag auf dem Wasser. Die Landschaft war beeindruckend und schön, und aufgrund des frühen Zeitpunktes im Jahr war der Fluss auch kaum mit anderen Paddlern bevölkert. Zum Ausklang trafen sich einige der Gruppe noch zu einem gemeinsamen Abendessen – ein schöner Ausklang für einen gelungenen Tag auf der Altmühl.